Die Inselgruppe der Azoren besteht aus neun größeren Inseln, die auf oder nahe am Mittelatlantischen Rücken liegen. An dieser tektonisch unruhigen Plattengrenze begannen sich schon vor mehreren mio Jahren mächtige Vulkankegel über den Meersspiegel zu heben.
Die Entfernung von den östlichen Insel der Azoren zum portugiesischen Festland beträgt rund 1500 km. Auf einer Gesamtfläche von 2334 km² leben etwa 250000 Menschen. Die Azoren bilden eine autonome Region innerhalb Portugals.
Unterteilt wird der Archipel in eine Ostgruppe mit Santa Maria und São Miguel, eine Zentralgruppe mit Faial, Pico, São Jorge, Terceira und Graciosa, sowie der Westgruppe mit den beiden Inseln Flores und Corvo.
Trotz vieler Gemeinsamkeiten haben alle Inseln ihren eigenen Charakter. Dies liegt daran, dass die Azoren nicht nur weit entfernt von Portugal sind, sondern dass auch zwischen den Inseln in früherer Zeit kaum Austausch stattfand.
Die größte und am stärksten besiedelte Insel ist São Miguel mit der Hauptstadt Ponta Delgada. Auf Pico befindet sich der mit 2351 m ü. NN höchste Berg Portugals. Faial ist mit seiner Hafenstadt Horta ein beliebter Zwischenstopp für Atlantik-Segler und auf Terceira liegt die schönste Stadt der Azoren. Angra do Heroísmo zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Das Wetter ist dank des Golfstroms ganzjährig mild, aber auch regenreich. Man sagt, dass man auf den Azoren vier Jahreszeiten an einem Tag erleben kann. Sonne und Regen wechseln schnell. In dem subtropischen Klima gedeiht eine üppige Vegetation. Viele Pflanzen sind endemisch, kommen also nur auf den Azoren vor.