Die Gebirgslandschaft des Inselzentrums setzt sich bis an die Ostküste fort. Hier befindet sich der höchste Berg São Miguels, der 1103 m hohe Pico da Vara.
Hauptattraktion im Osten ist der Ort Furnas und die Lagoa das Furnas. In der Umgebung von Furnas gibt es zahlreiche Thermaquellen. Nirgendwo zeigt sich der vulkanische Ursprung São Miguels deutlicher als hier. Selbst in historischer Zeit hat es hier Eruptionen gegeben. Dabei verloren auch Menschen ihr Leben.
Im Zentrum des Kurortes liegt der Parque Terra Nostra mit seinem Thermalbad und mächtigen alten Bäumen. Am See, der Lagoa das Furnas, zeigt sich die thermale Aktivität eindrucksvoll. Das Wasser siedet und schwefelhaltige Dämpfe entweichen hier. Die Einheimischen benutzen die heißen Erdlöcher sogar zum Zubereiten von Speisen.
Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel des Ostens ist die Stadt Povocação, die in einem weiten, kesselartigen Tal liegt, das sich zum Meer hin öffnet. Von den umgebenden Bergen hat man einen tollen Blick hinunter in das Tal.
Fährt man auf der Inselstraße weiter bis an die Ostküste São Miguels, so wird die Landschaft immer wilder und einsamer. Kleine Straßendörfer reihen sich hintereinander und immer wieder gibt es Aussichtspunkte, von wo man einen guten Blick auf die Steilküste und den Ozean hat. Das Fahren auf der kurvenreichen Küstenstraße ist angenehm, da der Verkehr gering ist.
Durch Fördergelder der EU sind die Straßen in gutem Zustand und die Ortschaften haben ein gepflegtes Erscheinungsbild.
Dem Reiz dieser selbst für azoreanische Verhältnisse abgelegenen Region kann sich der Besucher nicht entziehen. Ein Ausflug in den Nordosten sollte daher bei keinem São Miguel-Besuch fehlen.