Die aus nordöstlicher Richtung antreibenden Passatwolken bringen viel Regen mit, so dass der Norden der regenreichste Teil der Insel ist. Mit schroffen Felsen fällt das Land steil ab zum Meer.
Der hübscheste Ort im Norden ist das beschauliche São Vicente. Ihn erreicht man von Funchal aus, wenn man über den Encumeada-Pass die Höhen des Inselzentrums überquert.
Um die kleine barocke Dorfkirche herum gruppieren sich weiße Häuser mit roten Ziegeldächern. São Vicente ist ein beleibtes Ausflugsziel und man ist hier auf Tourismus eingestellt.
Ganz im Nordwesten liegt die Ortschaft Porto Moniz. Hier findet sich ein Meeresschwimmbecken. Durch Lavagestein wurde ein natürliches Becken geschaffen, das die vom Meer kommenden Wellen bremst. Dadurch ist gefahrloses Baden möglich.
Eines der Wahrzeichen Madeiras ist der Penha de Águila. Dabei handelt es sich um einen 590 m hohen markanten Berg an der Nordküste. Seine Form ist durch Erosion des Vulkangesteins entstanden. Die Busse mit den Touristen halten am Portela-Pass. Dort hat man einen tollen Blick auf den Berg und das vor ihm liegende Tal.
Wenige Kilometer westlich liegt der hübsche Ort Faial in einer landwirtschaftlich geprägten Gegend. Von Faial aus hat man nochmals einen guten Blick auf den Penha de Águila.
Der Ort Santana im Nordosten ist bekannt für seine traditionellen, strohbedeckten Bauernhäuser. Diese stellten früher die typische Wohnform für die Landbevölkerung dar. Heute gibt es nur noch wenige Exemplare.